Valerian – Mein Meinung

Ich habe gestern Abend endlich “Valerian – Die Stadt der tausend Planeten” sehen dürfen. Lange gewartet und nicht enttäuscht war mein erstes spontanes Feedback. Allerdings empfand ich den Film stellenweise etwas langatmig und die Story ist auch nicht wirklich überraschend oder geheimnisvoll – jeder durchschnittliche Filmfan dürfte die eigentliche Handlung bzw. deren Verlauf spätestens nach der Hälfte des Filmes erkannt haben.
Trotzdem überzeugt der Film durch seine unglaublichen Bilderfluten und seine stimmige Atmosphäre. Die auch dadurch unterstützt wird, dass es auf den ersten Blick keine großen Logikfehler gibt.

Aber worum geht es denn eigentlich? (Achtung Spoiler 🙂 )
Der Film handelt von den zwei Raum- und Zeitagenten Valerian und Laureline, die im Auftrag der menschlichen Territorien, im Universum für Ordnung sorgen sollen. Dabei geht es gleich zu Beginn des Film ordentlich los, als die beiden den letzen Transmutator des Universum auf einem Wüstenplaneten finden und sicherstellen sollen. Nach einer Action geladenen Flucht, bei der alle übrigen Teammitglieder sterben, gelangen die beiden Hauptdarsteller zurück zu der intergalaktischen Stadt bzw. Raumstation Alpha, wo auch der Rest des Filmes spielt. Dort angelangt wird der Leiter der Station von unbekannten Wesen gefangen genommen und in die Mitte der gewaltigen Raumstation entführt. Valerian und Laureline sollen bzw. wollen den Gefangenen retten und begeben sich zunächst getrennt auf den beschwerlichen und abenteuerlichen Weg zur Mitte Alphas. Dabei kreuzen gigantische Waale, Gedanken saugende Quallen, strippende blaue Wesen, die ihre Körper verändern können und hunderte andere Geschöpfe ihren Weg. Schließlich im Kern Alphas angekommen, klärt sich die ganze Situation, sie “retten” den General und die Station und natürlich finden die beiden auch noch ihr persönliches Happy End.

Ich empfand das generelle Tempo im Film nicht so hoch, wie ich es von Luc Besson sonst, z.B. bei Lucy, gewohnt bin, aber wirklich langweilig wurde es nie. Auch wenn das Tempo mal nach lies konnte man eigentlich immer was neues entdecken und bestaunen. Trotzdem glaube ich, dass spätestens beim zweiten Mal schauen, die “Längen” des Film sich deutlicher bemerkbar machen werden.
Auch wenn der Film “Valerian” heißt, so ist die eigentliche Hauptdarstellerin – meiner Meinung nach – ganz klar Laureline. Nicht nur schauspielerisch liegt Cara Delevigne deutlich vor Dane DeHaan, auch die Rolle selbst scheint sehr viel echter und für die Handlung auch relevanter. Natürlich lebt der Film vom Wechselspiel zwischen den beiden Darstellern, aber wirklich sympatisch kommt Valerian nicht rüber und das liegt nicht nur an seiner etwas überheblichen Art. Laureline dagegen kommt die ganze Zeit über sehr viel sympatischer und nachvollziehbarer rüber. Sie zeigt viel mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen für die verschiedenen Parteien im Film, aber auch für den niedlichen kleinen Transmutator.
Die wunderschönen und sehr detaillierten Welten, die Luc Besson erschaffen hat, reißen einen wirklich mit und ziehen einen in ihren Bann. Auch wenn bereits viele schöne Szenen im Trailer vorkommen, wurde ich nicht enttäuscht und werde vielleicht noch ein zweiten mal ins Kino gehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob Valerian in 20 Jahren einen ähnlichen Kultfaktor, wie das fünfte Element erreichen kann, aber mir hat der Film gefallen und ich hoffe, dass es vielleicht noch ein paar Fortsetzungen geben wird. Stoff dürfte ja genug vorhanden sein.

Lübecker,Geek, Student und hauptberuflich IT Betreuer an der FH Lübeck. Hier blogge ich über Technik, Hobbys und was mir sonst so passiert. Folgt mir doch auf Twitter, Google+ oder Facebook 🙂